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Wenn Vattenfall weiterhin befürwortet, dass seine deutsche Tochterfirma LAUBAG Braunkohle fördert und gleichzeitig sorbische Dörfer im Osten Deutschlands devastiert, ist das eine traurige Fortführung der Politik des DDR-Regimes, nämlich die der planmäßigen Ausrottung der sorbischen Kultur.
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Die Sorben sind ein Volk, das seit 1500 Jahren in den Gebieten rundum die Städte Bautzen und Cottbus lebt. Auf Sorbisch heißen sie Budyšyn und Chošebuz. Die Sorben gab es hier vor den Deutschen und sie haben Germanisierungsversuche und die nationalsozialistische Unterdrückung überlebt.
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Hitler verfolgte zwar die sorbische Bildungsschicht, wich der Frage aber ansonsten dadurch aus, dass er die Sorben als "sorbischsprechende Deutsche" bezeichnete. Denn es war schwierig, die fleißigen und ordentlichen, teils vermögenden und angesehenen Bauern vor den Augen der deutschen Bevölkerung als eine Art "Untermenschen" zu behandeln.
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Die DDR-Diktatur sabotierte die zweisprachigen sorbischen Schulen und zwang die Kinder, in deutsche Schulen zu gehen. Was Hitler nicht machte und Ulbricht nicht gelang, versucht anscheinend nun Vattenfall in die Tat umzusetzen.
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Es gibt mindestens 40 000 Sorben. Aber, wie immer bei einer Volksgruppe, wo viele Angehörige zweisprachig sind und die Sprachzugehörigkeit nicht offiziell registriert wird, kann man auf verschiedene Weisen rechnen. Die Sorben sind auf jeden Fall mehr als doppelt so viele, wie Schwedens Samen, eine Minderheit, die gesetzlich geschützt ist.
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Die Sorben sprechen eine eigene Sprache, die verwandt ist mit Polnisch, Tschechisch und Slowakisch. Genau genommen gibt es Obersorbisch (das Gebiet um Bautzen) und Niedersorbisch (das Gebiet um Cottbus). Man könnte sie auch mit einer anderen sprachlichen Minderheit vergleichen, den schwedischsprechenden Finnen in der westlichen finnischen Küstenlandschaft (Provinz Österbotten). Beide vereint eine lebhafte kulturelle Tätigkeit mit Chorgesang, Musik, Theater und Literatur.
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Das Charakteristische für die Sorben ist, dass ihre Sprache und Kultur in den Dörfern leben. Wenn ein Dorf vernichtet wird und die Einwohner in die Stadt ziehen, wird die Dorfgemeinschaft ebenfalls zerstört. Und neue Dörfer kann man nicht erschaffen. Die Sorben ziehen in die Stadt und ein Teil der sorbischen Kultur vergeht für immer - eine Kultur, die trotz all ihrer Lebhaftigkeit, sehr empfindsam ist für solche Geschehnisse.
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